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Gehalt Architekt

Auffällig ist unter Architekten die hohe Anzahl an Freiberuflern - eine Folge davon, dass Festanstellungen aufgrund der lahmenden Bauwirtschaft nur schwer zu bekommen sind.

Laut einer Untersuchung der Bundesarchitektenkammer betrug der durchschnittliche Jahresumsatz von selbständigen Architekten rund 45.000 €. Eine Studie des Stern unter Berufsverbänden und Branchenexperten belegt diese Zahlen. Demnach liegt die Spanne der durchschnittlichen monatlichen Einkünfte zwischen 2.200 € und 5.000 €.

Beispiel 1

Ein 66-jähriger betreibt mit einem Partner ein Architekturbüro mit drei weiteren Architekten und drei Bürokräften. Bei einer 60-Stunden-Woche verdient er monatlich rund 5.000 €*.

Beispiel 2

Eine 31-jährige Innenarchitektin gründete vor 3 Jahren mit einem Partner eine Innenarchitekturfirma und verdient bei einer 40-Stunden-Woche monatlich rund 4.500 €*.

* Bruttojahresgewinn vor Steuern laut Steuererklärung auf Monate umgerecht. Quelle: Stern

Eine Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) der deutschen Architektenkammer kann unter www.hoai.de abgerufen werden.

Die Einkommen angestellter Architekten sind ebenfalls seit Jahren unter Druck. Laut PersonalMarkt verdienen Architekten in Planungsbüros in den ersten Berufsjahren rund 32.000 €. Der Arbeitgeberverband Deutscher Architekten und Ingenieure empfiehlt für Architekten mit abgeschlossener Ausbildung an einer staatlich anerkannten Hochschule zwischen 2.390 € (Tarifgruppe T4) und 3.096 € (Tarifgruppe T5, mit besonderen Fachkenntnissen und Erfahrung). Innenarchitekten erhalten eine tarifliche Bruttovergütung zwischen 2.430 € und 3.720 €. In der Praxis werden jedoch zum Teil unter 2.000 € im Monat gezahlt.

Mit mehr als zehnjähriger Berufserfahrung und in Leitungsfunktionen können Architekten mit rund 50.000 € Bruttojahresgehalt rechnen. Renomee und Größe des Architekturbüros sind dabei wichtige Determinanten des Gehaltsniveaus.

Quellen: Stern, PersonalMarkt, Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgeberverband Deutscher Architekten und Ingenieure, Sueddeutsche.de

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Aus Vereinfachungsgründen wird stets die männliche Form der Berufsbezeichnungen verwendet.

Oberes Dezil: 90% der analysierten Gehälter liegen darunter
Oberes Quartil:
75% der analysierten Gehälter liegen darunter
Median:
Dieser Wert liegt genau in der Mitte. 50% der Gehälter liegen darüber, 50% darunter
Unteres Quartil:
25% der analysierten Gehälter liegen darunter
Unteres Dezil: 10% der analysierten Gehälter liegen darunter